Das Wunder von Bern

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Von Volkmar Nebe

Regie Georg Münzel
Bühne Franziska Gebhardt
Kostüme Ricarda Lutz
Mit Tommaso Cacciapuoti, Sarah Diener, Hannelore Droege, Klaus Falkhausen, Dirk Hoener, Markus Mössmer, Svenja Pages, Hans Schernthaner, Jacques Ullrich

"Deutschland ist Weltmeister."

Kaiserslautern 1954. Linda Pfeiffer, 34, die Cousine von Fußballkapitän Fritz Walter, macht alles richtig: Auf den Nierentischen ihrer Kneipe wird der neu erfundene "Toast Hawaii" serviert. Trotzdem bleiben die Gäste aus, das ’Pfälzereck‘ steht kurz vor der Pfändung. Ihre Mutter Käthe Walter setzt alles auf eine Karte: Ein Fernsehgerät soll Publikum für die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in die Kneipe locken. Doch der Fernseher rentiert sich nur, wenn die Deutschen gewinnen, und nach der 3:8 Niederlage gegen Ungarn sieht es nicht danach aus. Einziger Lichtblick ist der neue Gast Horst Bachmann, in den sich Linda verliebt. Was sie nicht ahnt: Bachmann ist vom "Neuen Deutschland" auf sie angesetzt, um aus ihr verunglimpfende Informationen über ihren berühmten Cousin heraus zu finden. Denn für die DDR wäre ein WM-Sieg der Westdeutschen ein Jahr nach dem Aufstand am 17. Juni 1953 eine Katastrophe. Die Fußball-Ereignisse in der Schweiz verknüpfen sich immer enger mit Lindas Schicksal. Nur ein Wunder kann sie noch retten...
Fußball verändert Menschenleben und Nationen: in einer Zeit des Aufbruchs, in der Ruinen noch an das unmittelbare Kriegsende erinnerten, war es der Sieg der ersten Nationalmannschaft, die der jungen Bundesrepublik Deutschland Gemeinschaftsgefühl und Glauben an sich gaben. Fußball einte das Volk und schaffte Optimismus, Hoffnung und Vertrauen in eine besere Zukunft.
Auch heute noch mobilisiert die deutsche Nationalelf während der Meisterschaften Massen jeglicher Couleur und verschaffte Deutschland 2006 international das Ansehen einer sympathischen und weltoffenen Nation.

"Unterhaltsamer Ausflug, der die 50er Jahre wieder auferstehen lässt." (NDR 90,3)

"Lockere und kurzweilige Geschichte." (Welt)

"Von Schlagern der Zeit begleitete Aufführung." (Focus online)

"Ausgiebiger Applaus des Publikums." (dpa)

"Die Aufführung ist gespickt mit nostalgischen Mitteln, wie Fifties-Schlager, -Mode und -Radiozitaten sowie ein paar kritischen Untertönen." (Hamburger Abendblatt)

"Liebeswirren und Fußball-Jubel kurzweilig und unterhaltsam erzählt." (Bild)

"Überzeugendes Ensemble, das das Publikum in die Zeit des Wirtschaftswunders entführt." (Mopo)

Spielzeit 2008/2009
Premiere 10. Mai 2009, 19 Uhr, Große Bühne
Vorstellungen bis 28. Juni 2009