Der Zauberberg

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Nach dem Roman von Thomas Mann
Bühnenbearbeitung von Vera Sturm und Hermann Beil

Regie Peter Kühn • Bühne Peter Kühn/Sonja Zander • Kostüme Christine Merz
Mit Björn Ahrens • Holger Dexne • Klaus Falkhausen • Niels Hansen • Kerstin Hilbig • Elena Meißner • Markus Mössmer • Anne Schieber • Ole Schloßhauer • Harald Weiler

"Der Mensch soll um der Güte und Liebe willen dem Tode keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken."

Drei Wochen will Hans Castorp, ein junger Hamburger Ingenieur, seinen erkrankten Vetter im Alpen-Sanatorium besuchen. Zunächst befremdet ihn die Lebensart der Patienten und die Heilungsmethoden, doch nach einer Weile zieht ihn der fremde Rhythmus dieses außergewöhnlichen und morbiden Ortes in den Bann. Die Welt "dort oben" distanziert sich von der Welt "dort unten" mit all ihren Gebrechen. Leichte Erkrankungen werden im Bergsanatorium in exorbitant langen Zeiträumen kuriert. Auch Castorps Besuch verlängert sich ungeplant: Ein namenloses Fieber packt ihn und an eine Abreise ist nicht zu denken. Die Rituale des Sanatoriumlebens zwischen Liegekur und Fiebermessen verändern auch seine Wahrnehmung von Zeit, er verfällt in einen Zustand von pflichtvergessener Leere. Sieben Jahre verweilt er zurückgezogen auf dem Berg, losgesagt von seinem gesellschaftlichen Leben. Doch die Grausamkeiten des Ersten Weltkrieges finden auch Ihren Weg in das Kurhaus.
In seinem 1924 fertig gestellten Roman setzt Thomas Mann die Kategorie von Zeit und Raum außer Kraft und macht die Sprache zum Austragungsort der Konflikte. Genau an diesem Punkt lässt sich ansetzen, um daraus einen dramatischen Stoff zu machen, der uns auch heute und jetzt berührt.
Inspiriert wurde der Autor durch einen Kuraufenthalt seiner Frau Katia in Davos. Bei einem seiner Besuche empfahlen Ärzte auch ihm einen längeren Aufenthalt um einen vermeintlichen Lungenwegkatarrh zu kurrieren. Er lehnte ab.
Regisseur Peter Kühn inszenierte am Altonaer Theater bereits Allein unter Spielplatzmüttern von Volkmar Nebe und eine der erfolgreichsten Produktionen der vergangenen Saison Schachnovelle nach Stefan Zweig.
Aus dem Ensemble gibt es ein Wiedersehen mit Klaus Falkhausen, Kerstin Hilbig, Elena Meißner, Anne Schieber, Ole Schloßhauer und neu im Ensemble Markus Mössmer.

Exklusiver Einzeltermin der Reihe Ungeschminkt (öffentliche Probe) am 5. September 2009. Kostenlose Anmeldung unter 040. 39 90 58 70.

"Wortgewaltige und tiefschürfende Inszenierung voller existenzieller Fragen - sehenswert." (Bild)

"Das einsatzfreudige Ensemble seviert anspruchsvole Kost." (Mopo)

Spielzeit 2009/2010
Premiere 14. September 2009 • 20 Uhr • Große Bühne
Vorstellungen bis 18. Oktober 2009