Revolution in Altona

URAUFFÜHRUNG

Was hat die Rote Flora mit einer niedergeschlagenen Arbeiterrevolte vor fast hundert Jahren zu tun? Die Revolutionäre damals glaubten an ihre Mission. Sie wollten die Welt verändern. In aussichtloser Lage gingen sie trotzig auf die Barrikaden. Und heute? Wieder gibt es Straßenschlachten. Wieder denken viele: So kann es nicht weitergehen. Das ist unsere Stadt. Wie wir hier leben, das sollen nicht Investoren und Großkonzerne entscheiden. Doch die Lage ist verworren. Wer ist Freund und wer Feind? Welche Informationen sind verlässlich? Kann Gewalt sinnvoll sein? Ist Widerstand noch möglich oder sind Lifestyle und Konsum sowieso immer die Sieger?

Lukas Langhoff erzählt in „Revolution in Altona“ die zwei Seiten der Revolution – die exekutive und die vorbereitende. Der Hamburger Aufstand von 1923 ist eigentlich nur eine Fußnote in der Geschichte – er war kurz und extrem gewagt. Er erzählt jedoch viel über die Kraft, die eine Ideologie entfalten kann. Von da aus wird ein Sprung ins Hier und Jetzt gewagt. Es gibt vieles, was den Unmut der Hamburger heutzutage erregt: die fortschreitende Gentrifizierung und die fragwürdige Flüchtlingspolitik sind nur zwei Beispiele, die die Menschen auf die Straßen treiben. Aber gibt es eine Idee für eine bessere Welt?

In „Revolution in Altona“ geht es um Interessen und Sehnsüchte, für die es keine Partei mehr gibt. Es geht um die Möglichkeit von Rebellion gestern und heute. Ob radikaler Aktivist, friedlicher Demonstrant, kritischer Zeitungsleser, konservativer Skeptiker – sie alle kommen an diesem Abend zu Wort: laut, leise, wütend, melancholisch, nachdenklich und komisch. Wir laden Sie ein zu einer spannenden Zeitreise auf der Suche nach dem Widerstand in uns allen.

Stückentwicklung/ Regie/ Bühne Lukas Langhoff
Dramaturgie Anke Kell
Kostüme Ines Burisch
Musikalische Einstudierung Sören Sieg
Mit Adam Bousdoukos, Simon Brusis, Melek Erenay, Pınar Erincin, Volkan T.

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Bei Fragen: Ullamcorper hendrerit

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