Die Kempowski-Saga Teil 2: Tadellöser & Wolff

Nach dem gleichnamigen Roman von Walter Kempowski

Im Roman Tadellöser & Wolff verarbeitet Kempowski Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend während der Jahre 1938 bis 1945. „Tadellöser & Wolff“ sagte Walter Kempowskis Vater dann, wenn er etwas gut fand, ebenso wie er bei verdrießlichen Anlässen „Miesnitzdörfer & Jenssen“ sagte. Und als „Miesnitzdörfer“ lässt sich in der Zeit von 1938 bis 1945 wahrhaftig vieles bezeichnen. Eine Zeit lang geht es den Kempowskis gut in diesen ereignisreichen Jahren – bis ihre gemütliche Gedankenlosigkeit von der gesellschafts-politischen Katastrophe eingeholt wird. Exemplarisch beschreibt Kempowski den Niedergang des deutschen Bürgertums anhand seiner eigenen Familiengeschichte.

Walter Kempowski, Jahrgang 1929, schildert in seinem Roman Tadellöser & Wolff die Geschichte seiner eigenen Familie. In Konfrontation privater Idylle mit der politischen Realität wirft der Roman Fragen nach dem Verhalten des Bürgertums in Zeiten von Krieg und Diktatur auf. Er dokumentiert das Versagen einer ganzen sozialen Schicht, die der existenziellen Bedrohung nichts entgegenzusetzen weiß.

Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma unterstützt das KEMPOWSKI-Projekt mit Mitteln der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur sowie als wissenschaftlicher und dramaturgischer Berater.

Gefördert durch die

Premiere am 23. September 2018

Vorstellungen bis 20. Oktober 2018

Bühnenfassung und Regie Axel Schneider
Bühne Ulrike Engelbrecht
Kostüme Volker Deutschmann
Musikalische Leitung Mathias Kosel
mit Tobias Dürr, Katrin Gerken, Ute Geske, Detlef Heydorn, Dirk Hoener, Johan Richter, Anne Schieber, Philip Spreen, Nadja Wünsche