Bühne Cipolla

Bühne Cipolla verwandelt bekannte Werke der Weltliteratur in expressives und poetisches Figurentheater mit Livemusik. Originelle Puppen, ausdrucksstarke Masken und fantastische Klänge lassen auf der Bühne Welten entstehen, die eine unwiderstehliche Faszination auf das Publikum ausüben. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben ein atmosphärisch dichtes Gesamtkunstwerk als intensiven Theatergenuss für alle Sinne.

Sonntag | 18.10.2026 | 18:00 Uhr
Und dann und wann ein weißer Elefant – Die Gedichte des Rainer Maria Rilke als Figurentheater mit Livemusik

„Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest.“

Rainer Maria Rilkes Gedichte sezieren das menschliche Miteinander. Sie erzählen vom Leben und Lieben, von herben Verlusten und leisem Glück und suchen stets das Größere, auch Unfassbare, was über das Gesagte und Gedachte hinausgeht.

Bühne Cipolla präsentiert einige der berühmten Gedichte wie „Der Panther“, „Herbsttag“ und „Das Karussell“, aber auch weniger bekannte Verse und verknüpft Rilkes Lyrik mit einer Geschichte über Schuld und Vergebung.

Luisas Sohn liegt seit einem Verkehrsunfall im Krankenhaus. Der beteiligte Motorradfahrer beging Fahrerflucht. In einer Bar lernt Luisa Leo kennen, bei dem sie Trost findet und ihre Sorgen für eine Weile vergisst. Doch dann entdeckt sie eines Tages in Leos Garage ein verbeultes Motorrad …

Sonntag | 07.02.2027 | 18:00 Uhr
Bestie Mensch – Figurentheater mit Livemusik nach Émile Zola
Eine Produktion der Bühne Cipolla in Kooperation mit Theater Duisburg, dem Metropol Ensemble und der shakespeare company und dem Kulturzentrum Lagerhaus

„Auch wenn man noch bessere Maschinen erfindet, wilde Tiere wird es immer geben.“

Der große französische Schriftsteller Émile Zola beschreibt in seinem 1890 erschienenen Kriminalroman La Bête Humaine (Das Tier im Menschen) in seiner aufrüttelnden, bildgewaltigen Sprache ein beklemmend aktuelles Phänomen: den Mangel an Empathie und die zunehmende soziale Kälte in der Gesellschaft. Der Eisenbahner Roubaud, seine Frau Severine und deren Geliebter Jacques Lantier geraten bei ihrem verzweifelten Kampf um ein bisschen privates Glück und soziale Anerkennung in einen Strudel aus Leidenschaft, Eifersucht und Raserei und schrecken selbst vor Mord nicht zurück.

Die Industrialisierung Westeuropas – von Zola anhand des rasant zunehmenden Eisenbahnverkehrs geschildert – konfrontierte seinerzeit die Gesellschaft mit den gleichen Fragen, vor die wir Menschen des digitalen Zeitalters gestellt sind: Wohin führt unsere Technik-Hörigkeit? Wie kommunizieren wir miteinander? Hören wir einander noch zu? Sind moralische Selbstverständlichkeiten wie Toleranz, Mitgefühl und Solidarität zu Fremdwörtern geworden?

Vom 18. Oktober 2026

Bis 07. Februar 2027